Start Bikes Kultbike Reloaded: Yamaha V-Max 1700

Kultbike Reloaded: Yamaha V-Max 1700

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Bereits seit 1985 ist den meisten Motorradfahren die Vmax bekannt. Mit ihren 145 PS (in Deutschland 98PS)  präsentierte Yamaha damals das stärkste Serienbike der Welt. Trotz Ihrer Fahrwerksschwächen wurde sie ein Kultbike. Im Jahr 2000 wurde die Produktion eingestellt und der Restbestand abverkauft. 

Gerüchte kursierten in den Fachmedien, angeblich 1800ccm, V4 und 200 PS – das klang doch schon interessant. und 2005 präsentierte Yamaha auf der Tokyo Motor Show eine Studie: Martialer uns massiger als angenommen. Das darauf basierende neue Vmax-Modell des Typs RP21 wird seit 2008 bei Yamaha selbst hergestellt und weltweit vertrieben. Es trägt in der Modellbezeichnung ausschließlich den Namen „VMAX“ ohne weitere Kürzel, die etwa auf den Hubraum verweisen. Das Design orientiert sich wie die 2005er Designstudie am ersten Modell, technisch ist sie jedoch vollständig neu entwickelt. 

Die „neue“ Vmax ist ein echter Brocken. 1,7m Radstand, 310 Kilogramm, der 4-Zylinder-V-Block ein monumentales Kunstwerk aus hochwertigsten Materialien. Allein der Klang dieses V4 ist einzigartig. Die Maschine verfügt über einen 200 PS (147 kW) starken V4-Motor. Das Gemisch bereitet eine elektronische Benzineinspritzung auf, als adäquaten Ersatz für das „V-Boost-System“ der ersten Vmax-Generation setzt Yamaha das „YCC-I“ ein, eine elektronische Einlasssteuerung, bei der jeweils die oberen der beiden Ansaugtrichter-Batterien bei ca. 6.650 min−1 ein Stück angehoben werden, um durch einen verkürzten Ansaugweg eine höhere Spitzenleistung zu erreichen. Auch die elektronische Drosselklappensteuerung „YCC-T“ findet in der Vmax Verwendung. Die charakteristischen seitlichen Lufthutzen bestehen aus Aluminium und versorgen die Airbox mit Frischluft. Der Sekundärantrieb erfolgt wie schon beim Urmodell über eine Kardanwelle.

Erste Tests der Fachpresse berichteten von leichten Fahrwerksunruhen, die sich in Pendelbewegungen bei schnell gefahrenen lang gezogenen Kurven äußern. Eventuell liegt hier der Grund, warum die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf 220 km/h begrenzt wird. Seine Höchstleistung erreicht der Motor ausschließlich im 4. Gang, in den anderen Gängen reduziert die Motorsteuerung die Leistungsabgabe. Es ist laut Yamaha jedoch auf Grund einer speziellen Programmierung des Steuergerätes möglich, die klassische Viertel-Meile aus dem Stand mit voller Leistung durchzubeschleunigen.

Über 3 Jahrzehnte ist die Vmax Unvernunft pur – aber nun machen die immer strengeren Abgasnormen dem Kultbike den Garaus. 2018 wurde die Produktion daher eingestellt. Damit ist klar: Auch die zweite Generation der Vmax ist ein Kultbike – Kultbike reloaded. (jj)