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Musiccheck: Lordi

Lordi ist eine 1992 gegründete finnische Hard-Rock- und Heavy-Metal-Band. Sie ist bekannt für ihre ungewöhnlichen Bühnenkostüme, die Zombies und Monster darstellen.
Ihre Musik ist eine Mischung aus traditionellem Hard-Rock, der an Bands wie Kiss, Twisted Sister, Accept, Zodiac Mindwarp, W.A.S.P. oder Alice Cooper erinnert, versetzt mit modernen Elementen wie elektronischen Klängen. Europaweite Bekanntheit erlangten sie 2006 mit dem Gewinn des Eurovision Song Contest.
Aktuelle Mitglieder:
Mr. Lordi (Tomi Putaansuu) (* 15. Februar 1974 in Rovaniemi) ist der Sänger und Gründer der nach ihm benannten Band.
Amen (Jussi Sydänmaa) (* 26. Juni 1972 in Mäntsälä) ist der Gitarrist der Band und trat ihr im Jahr 1996 bei.
Ox (Samer el Nahhal) (* 11. Juli 1975 in Espoo) ist der Bassist von Lordi und stieß im Oktober 2005 zur Band.
Mana ist seit 2012 Schlagzeuger bei Lordi und ersetzte den zuvor verstorbenen Otus.
Hella ist die Keyboarderin bei Lordi und ersetzte in dieser Funktion Awa.
Magnum (Sami Wolking) (* 8. November 1973 in Helsinki) war der Bassist von Lordi in den Jahren 1998 bis 2002. Er wurde durch Kalma ersetzt. Sein Kostüm erinnerte an einen Kampfroboter.
Die Band wurde 1992 von Mr. Lordi ins Leben gerufen und nach seinem Spitznamen benannt. Vier Jahre lang wurde Lordi als Soloprojekt betrieben, bis erst Amen und kurz darauf G-Stealer duzustießen.
Lordi versuchte von nun an, einen Plattenvertrag zu erhalten, was sich jedoch als schwierig herausstellte, was vor allem auf die unkonventionelle Paarung des Outfits, das an eine Death- oder Black-Metal-Band denken lässt, zur Musik der Band zurückzuführen war.
Um 1998 kamen dann in Enary und Kita zwei weitere Bandmitglieder hinzu, wodurch nun fünf Instrumente in der Band vertreten waren, was sich bis heute nicht änderte.
Ein Jahr später stand Lordi dicht vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums Bend Over and Pray the Lord, die sich aber wieder zerschlug, da das Musiklabel bankrottging. Noch im selben Jahr verließ G-Stealer die Band wieder, da er aus beruflichen Gründen nach England auswanderte. Er wurde durch Magnum ersetzt.
Nach fast zehn Jahren Bandgeschichte erhielt Lordi jedoch einen Plattenvertrag bei BMG Finland. Im Januar 2002 erschien daraufhin die Single Would You Love a Monsterman, die in Finnland ein Überraschungshit wurde und Platz eins der Charts erreichte sowie vergoldet wurde. Es ist das einzige Video der Band, auf dem Magnum als Bassist zu sehen ist, da er kurz nach der Veröffentlichung der Single ausstieg und durch Kalma ersetzt wurde.
Circa neun Monate später erschien dann mit Get Heavy das erste Studioalbum der Band, das in Finnland Platz drei der Charts und Platin-Status erreichte. Der Bass des Albums wurde noch von Magnum eingespielt, auf dem Cover ist allerdings schon Kalma zu sehen und Magnum wird nur in einer Danksagung erwähnt.
Lordi traten mit den Titeln Hard Rock Hallelujah und Bringing Back the Balls to Rock, die beide ihren Ursprung im Hard Rock hatten, im ersten der vier Semifinale an, welches im finnischen TV2 um 20:00 Uhr live ausgestrahlt wurde. Unterstützt wurde die Gruppe dabei vom Leadsänger der Thunderstones Pasi Rantanen, der zu beiden Songs Background-Vocals beisteuerte. Eine knappe Mehrheit der Finnen entschied sich für den ersten Titel, der somit auch Lordis erste Singleauskopplung des Albums The Arockalypse werden sollte.
2008 erschien der Horrorfilm Dark Floors, in dem die Mitglieder von Lordi mitspielten; zudem war Mr. Lordi auch am Drehbuch beteiligt. Obwohl es sich um den teuersten finnischen Film aller Zeiten handelte, mit Lordi eine prominente Band involviert war und im Vorfeld viel Marketing betrieben wurde, blieb der Film jedoch kommerziell hinter den Erwartungen zurück.
Am 14. März 2019 kündigte Ox, der Bassist der Gruppe, in den sozialen Medien an sich nach dem Sommer aus der Band zurückzuziehen. Grund dafür sei nicht ein „Drama, keine größeren Probleme oder ähnliches“, sondern schlicht das Gefühl sich mit etwas anderem innerhalb des Musikbereichs beschäftigen zu müssen. Über einen eventuellen Nachfolger ist bislang noch nichts bekannt.

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