Start Musik Musiccheck: VOLBEAT — 10 Jahre „Beyond Hell / Above Heaven“

Musiccheck: VOLBEAT — 10 Jahre „Beyond Hell / Above Heaven“

2010 gelingt der dänischen Metal-Band Volbeat international der große Aufschlag: Das Album „Beyond Hell / Above Heaven“ klettert in den skandinavischen Charts an die Spitze, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sichern sich Sänger Michael Schøn Poulsen und Co. Platzierungen in den Top 5. Weltweit geht die Platte über 1,5 Millionen Mal über die Ladentische. Flankiert von amtlichen Rock-Hits wie „Fallen“ oder „A Warrior’s Call“, ist es die harte und zugleich herzliche Mischung aus Metal, Rock’n’Roll und Blues, die Volbeat einzigartig macht. Auch Metallica-Kopf James Hetfield erkannte das, nannte den Sound „coolen Elvis-Metal“ und nahm die Dänen direkt mit auf Tour.

Über die Jahre haben die Dänen einen unverwechselbaren Sound kreiert. Es gibt niemanden da draußen, der auf ähnlich mitreißende Weise Metal und Rock’n’Roll mit hymnischen Chören verbinden kann.

Die Liste der Zutaten, die ihren einzigartigen Sound bestimmen, ist länger als das Strafregister eines durchschnittlichen Hells Angel. Deutlich spürbar ist eine tiefe Liebe zum ikonischen Rock’n’Roll von Johnny Cash und Elvis Presley ebenso wie die Begeisterung für den freundlichen Punk-Rock von Joe Strummer und Michael Ness bzw. Social Distortion. Das verbindet sich mit einem ausgeprägten Hang zu schweren, lauten Gitarren und Hymnen wie aus dem Fussballstadion. 

Ein Konzept, dem Volbeat eine einmalige Karriere mit Millionen verkauften Alben und unzähligen Auszeichnungen verdanken. Nicht nur in Europa, auch in den USA gelang ihnen längst der ganz große Durchbruch, für eine europäische Band immer noch eine absolute Seltenheit. 

Das alles könnte aber nicht funktionieren, wenn Volbeat sich nicht immer wieder hinterfragen und stetig weiterentwickeln würden. Aus der vermeidlichen Diskrepanz zwischen internationalen Arena-Tourneen und der Abgeschiedenheit ihrer dänischen Heimat schöpfen Volbeat ihre Kraft. “Das neue Album wäre nicht so stark, wie ich es finde, wenn wir uns nicht die nötige Ruhe dafür genommen hätten”, sagt Sänger Michael Poulsen. “Wir haben alles ausgeblendet und uns ein halbes Jahr komplett auf auf diese Platte konzentriert – was im Ergebnis dazu führt, dass wir wirklich sehr zufrieden mit ihr sind.”