Start Musik Neil (Percival) Young

Neil (Percival) Young

Der kanadischer Musiker und Singer-Songwriter gilt als Godfather of Grunge und tritt mit der Band Crazy Horse, aber auch als Solokünstler und mit vielen anderen Künstlern auf, insbesondere mit Crosby, Stills, Nash and Young. Sein kommerziell erfolgreichster Titel ist Heart of Gold.

Neil Young spielte im Laufe seiner Karriere unterschiedliche Musikrichtungen. Auf den Alben der 1970er Jahre sind sowohl Folk-Rock- und Rock-Songs als auch akustische Country-Stücke mit Geigen und Slidegitarren vertreten. In den 1980er Jahren fiel er durch besonders extreme Stilwechsel auf. Nach seinen erfolgreichen Alben Rust Never Sleeps und Live Rust von 1979 brachte er zwei Jahre später mit Re*ac*tor ein minimalistisches Album auf den Markt, das sowohl bei der Mehrzahl der Kritiker als auch bei vielen Fans durchfiel. Auf dem folgenden Album Trans brachte er verstärkt elektronische Elemente ein. Danach kam ein Rock-’n’-Roll-Album (Everybody’s Rockin’), dem wieder ein Country-Album (Old Ways) und ein Swing-Album (This Note’s For You) folgten. Zu Beginn der 1990er Jahre avancierte Neil Young durch sein freundschaftliches Verhältnis zu Kurt Cobain und die Zusammenarbeit mit Pearl Jam auf seinem Album Mirror Ball zum „Godfather of Grunge“. In dieser Zeit legte er bei den Konzerten an Härte und Improvisationslust zu.

Neil Young spielt meist Gitarre, aber auch Mundharmonika, Klavier, Orgel oder Harmonium. Beim Spiel auf der akustischen Gitarre spielte er meist Flatpicking und Riffs (My, My, Hey, Hey, The needle and the damage done, Old Man). Besonders bei Konzerten kam es nach seiner Annäherung an den Grunge zu ausschweifenden Solopassagen. So z. B. bei Like a Hurricane – in der Studioversion eine achtminütige Rock-Ballade; das Stück erreichte in der Live-Version auf Weld durch ein minutenlanges Solo in verzerrtem Sound eine Länge von 14 Minuten. Bereits seit den 1960er und -70er Jahren war Young auch dafür bekannt, dass er seine ursprünglich akustisch veröffentlichten Lieder live immer wieder auch elektrisch spielte – und umgekehrt.

Am 25. Oktober, erschien mit „Colorado“ das erste Album von Neil Young und Crazy Horse seit sieben Jahren. Wie es zustande kam, erzählt eine Doku mit dem Titel „Mountaintop“, die seit dem 18. November in ausgewählten Kinos zu sehen ist. 

Gedreht unter der Regie von Bernard Shakey (alias Neil Youngs Pseudonym als Filmemacher), bietet der Film „einen rauen und ungefilterten Blick auf den Prozess von Neil Young und Crazy Horses Arbeit an dem ersten Album seit sieben Jahren“, wie es in der Beschreibung auf der Website des Films heißt. „Man wird Zeuge des Lachens, der Spannungen, mürrischen Attitüden und Liebe einer Rock & Roll-Band, die seit 50 Jahren zusammen ist und, mehr als alles andere, ihre Leidenschaft für die Musk teilen.“