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Retro Cruiser

Der PT Cruiser wurde von Bryan Nesbitt im Stile der 30er Jahre entworfen.

Der Chrysler PT Cruiser ist ein Kompakt-MPV mit Frontmotor und Frontantrieb, der von Chrysler im fünftürigen Fließheck- (2000–2010) und zweitürigen Cabriolet-Aufbau (2005–2008) hergestellt und international vertrieben wurde.

Der PT Cruiser wurde von Bryan Nesbitt im Stile der 30er Jahre entworfen. 

Der PT Cruiser war ursprünglich als Plymouth-Modell konzipiert worden, bevor Chrysler mit Daimler-Benz fusionierte. Zu dieser Zeit hatte Chrysler einen neuen Look für Plymouth geplant, der vom Plymouth Prowler “hot rod” vorgestellt wurde. Bei der Entwicklung des Plymouth Pronto Concept Cars im Jahr 1997 wurden Stilelemente des Prowler verwendet, insbesondere der Kühlergrill. Der Look wurde verfeinert, und im Jahr 1998 zeigte ein weiteres Plymouth-Konzept namens Pronto Cruizer eine direkte Vorschau auf das Design des PT Cruiser. Der Pronto Cruizer wurde als moderne Interpretation des Chrysler Airflow mit Dodge Neon-Komponenten konzipiert, für das endgültige Design wurde jedoch eine separate Plattform verwendet. Nachdem die neue DaimlerChrysler die Marke Plymouth eingestellt hatte, startete der PT Cruiser als Chrysler-Modell.

Bis zum Ende der Produktion im Juli 2010 hatte die weltweite Produktion 1,35 Millionen erreicht.

Drei Ausstattungsvarianten standen zur Verfügung: Classic, Touring und Limited, die alle von dem ausgesprochen bescheidenen 2,0-Liter-Neonmotor mit 140 PS angetrieben werden. Das manuelle Getriebe erwies sich bei europäischen Käufern als beliebter als das automatische. Anfang 2002 wurde ein Dieselmotor angeboten. Der PT Cruiser CRD verwendete einen 2,2-Liter-Mercedes-Motor mit 119 PS. Im Sommer 2004 wurde das Angebot um ein Cabrio-Modell erweitert.

Aus praktischer Sicht ist der PT Cruiser schwer zu bemängeln – obwohl es nur zwei Sitzreihen gibt, ist der Innenraum mit nicht weniger als 26 verschiedenen Innenkombinationen äußerst durchdacht. Zunächst einmal kann die zweite Reihe komplett entfernt werden und verfügt über Rollen, um die Aufgabe zu erleichtern (warum hat das bisher noch niemand außer Chrysler gedacht?). Sie sind 65/35 geteilt und klappen dabei flach auf die Sitzkissen.

Leider hat der PT-Cruiser auch ein paar Schwachstellen. Eines der Probleme, die zu einer Überhitzung des Motors führen können, ist ein schlechter Kühler-Lüfter. Der Lüfter hat zwei Geschwindigkeiten, von denen häufig eine nicht mehr funktioniert. Und wenn der Motor überhitzt, kann die Reparatur sehr teuer werden. Auch defekte Radlager sind keine Seltenheit. Einige Aufhängungsprobleme, wie schlechte Querlenkerbuchsen, kommen vor. Ein defekter Nockenwellensensor kann den Code P0340 sowie Probleme mit dem Fahrverhalten verursachen. 

Und zuletzt der Teil, der als Watt’s Link in der Hinterradaufhängung bezeichnet wird, geht häufig kaputt und verursacht beim Überfahren von Unebenheiten ein Knackgeräusch von hinten.

Abraten kann man von dem PT-Cruiser nicht – denn es ist immer noch ein Hingucker und er ist nicht sehr teuer. Der PT Cruiser verfügt über ein geräumiges praktisches Interieur und einen vielseitigen Laderaum. Es macht Spaß damit zu fahren und man kann auch ein Cabrio bekommen.

Foto: Chrysler