Start Motorräder Wiederbelebt: YAMAHA XV 750SE

Wiederbelebt: YAMAHA XV 750SE

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Ich war 26 und sie war 35…

…Jahre alt. Als begeisterter V2 Fahrer war es nach einer längeren Pause doch mal wieder Zeit für einen schönen Chopper. Die Wahl viel auf eine Virago. Stand sie doch nicht weit entfernt von mir. 

Der Scheunenfund lief sogar… mehr oder weniger! Der Verkäufer hatte die Vergaser bereits reinigen lassen – prima! Also habe ich sie mitgenommen. Zwar mit Kaufvertrag, aber ohne Papiere, diese waren noch verschollen. 

Daheim wurde sie dann zerlegt. Der Rahmen musste überarbeitet werden – gesandstrahlt und lackiert. Die gammelige Elektrik wurde überholt, Bremsen instand gesetzt und eine Stahlflexleitung montiert, auch das Lenkkopflager weichte einem neuen. Lackteile gingen zum Lackierer. Wunschfarbe: Mattschwarz. Sämtliche Schrauben mussten ausgetauscht werden. Die waren so verrostet… Ich hatte die Hoffnung das der verrostete Auspuff geschweißt werden könnte – aber das war nix. Zuwenig gute Substanz hieß es. Somit ging ich auf die Suche nach Ersatz. 4 Wochen hatte es gedauert bis ich einen halbwegs bezahlbaren fand. Den Frontfender nahm ich von der GL 1100, der mit relativ wenig Anpassungsarbeit passte. Die Felgen hatten auch ihre besten Tage hinter sich – aber nach einer sandigen Behandlung konnten sie in mattem schwarz ein neues Leben beginnen. 

Als ich dann soweit TÜV-Fertig war sollten die Papiere da sein, was sie leider nicht waren. Das Aufbieten bei der Zulassungsstelle war auch nicht möglich, da der Verkäufer nicht der letzte eingetragene Besitzer war. Na toll dachte ich mir – eine Rücknahme durch den Verkäufer kam auch nicht Infrage, schon gar nicht nach der Restauration! Also suchte ich einen Rahmen mit Brief – wurde sogar im Umkreis fündig. Leider war das wieder mit viel Arbeit verbunden – so musste ja alles wieder demontiert werden – und als wenn das nicht schon genug wäre rief der Verkäufer an – die fehlenden Papiere waren aufgetaucht. Na super! Aber da schon alles draußen war überlegte ich mir den Motor auch in schwarz zu lackieren. War ja nun eine gute Gelegenheit – gesagt getan. Und da steht sie nun, die matt schwarze XV 750 5g5.

Christian B. Euskirchen